Nachprüfung bei Berufsunfähigkeit

Werden Sie berufsunfähig, darf Ihr Versicherer einige Zeit nach Leistungsbeginn eine Nachprüfung vornehmen. Unter Umständen darf er Sie dann sogar auffordern, wieder arbeiten zu gehen. Die Wahl des richtigen Tarifs schützt Sie davor.

Als berufsunfähig gilt, wer in seinem zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten kann. Wählen Sie einen BU-Tarif, der auf die abstrakte Verweisung verzichtet, kann Ihr Versicherer nicht von Ihnen verlangen, in einem anderen Beruf zu arbeiten. Das gilt zumindest solange, bis es zur Nachprüfung kommt, der erneuten Feststellung der Berufsunfähigkeit. Unter bestimmten Voraussetzung darf der Versicherer Sie dann doch wieder arbeiten schicken und die Leistungen einstellen.

Versicherer dürfen die Berufsunfähigkeit erneut feststellen

Wer am Beitrag zur BU-Versicherung sparen möchte, vereinbart oft eine geringere BU-Rente für den Fall der Berufsunfähigkeit, damit gegenwärtig noch genug Geld in der Haushaltskasse bleibt. Das war auch mein ursprünglicher Plan. Ich dachte, ich könnte ja nebenher noch ein wenig arbeiten und mir ein bisschen was dazuverdienen. Das ist je nach Tarif durchaus möglich.

Einmal im Jahr nehmen die meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen allerdings eine Nachprüfung vor. Haben Sie während Ihrer Berufsunfähigkeit neue Kenntnisse und Erfahrungen erlangt, die Sie für einen anderen Beruf qualifizieren, kann Ihr Versicherer Sie dann sogar dazu auffordern, wieder arbeiten zu gehen.


 

Wie schützen Sie sich davor?

Selbst bei bereits bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherungen kann es sinnvoll sein,
den bisherigen Tarif nochmals mit einem BU-Tarifvergleich zu checken.

Verzicht auf abstrakte Verweisung sollte auch bei Nachprüfung bei Berufsunfähigkeit bestehen bleiben

Um die Berufsunfähigkeit feststellen zu können, möchte die Berufsunfähigkeitsversicherung bei Vertragsabschluss von Ihnen wissen, welche Tätigkeiten Sie in Ihrem Beruf für gewöhnlich ausüben und welche Kenntnisse und Fähigkeiten Sie aus der Vergangenheit haben. Im Leistungsfall prüft ein Arzt, welchen dieser Tätigkeiten Sie aufgrund Ihrer Beschwerden nicht mehr nachgehen können. Es empfiehlt sich, generell einen Tarif zu wählen, in dem der Versicherer auf die sogenannte „abstrakte Verweisung“ verzichtet. Ihr Versicherer kann dann nicht von Ihnen verlangen, dass Sie in einem anderen Beruf arbeiten.

Kommt es jedoch zur Nachprüfung, prüfen die Versicherer Ihrer Berufsunfähigkeit sowie Ihre neu erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse erneut. Stellt der Versicherer nun fest, dass Sie für einen anderen als Ihren zuletzt ausgeübten Beruf qualifiziert sind, kann er Sie doch noch auf diesen verweisen und darf die Leistungen einstellen. Sie sollten daher einen Tarif wählen, in dem der Verzicht auf abstrakte Verweisung auch für Nachprüfungen bestehen bleibt.
Einige BU-Tarife verzichten sogar ganz auf die Nachprüfung. Lassen Sie sich beraten, um eine sinvolle Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden.

 

zuletzt geändert: Apr 16, 2015

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